Kaffee Feng Li Su – Taiwans Ananas-Törtchen mit Espresso-Kick
Verbinde die Kunst der taiwanesischen Patisserie mit deiner Kaffeeliebe. Dieses Rezept zeigt dir, wie du die berühmten Feng Li Su mit einem zarten Mürbeteig, verfeinert mit intensivem Espresso, und einer fruchtigen Ananasfüllung selbst backst.
Auf einen Blick

Feng Li Su, die ikonischen Ananastörtchen aus Taiwan, sind mehr als nur ein Gebäck – sie sind ein Symbol für Gastfreundschaft und ein beliebtes Geschenk. In dieser modernen Variante verleihen wir dem klassischen Rezept einen aromatischen Twist: feinstes Espressopulver im Mürbeteig. Die herbe, röstige Note des Kaffees harmoniert wunderbar mit der süß-säuerlichen Ananasfüllung und dem buttrigen Teig.
Dieses Rezept führt dich Schritt für Schritt zu perfekten Kaffee-Ananastörtchen, die außen mürbe und zart, innen saftig und fruchtig sind. Du lernst, wie du die Füllung zur idealen Konsistenz einkochst und einen Teig herstellst, der auf der Zunge zergeht. Auch wenn die Zubereitung etwas Zeit erfordert, ist das Ergebnis jede Minute wert. Ideal für einen besonderen Kaffeeklatsch, als exquisites Mitbringsel oder einfach, um dich selbst zu verwöhnen.
Hinweis: Das Rezept ist für eine klassische Backmenge von ca. 16 Törtchen ausgelegt, nicht für zwei einzelne Portionen, da dies beim Backen praktikabler ist.
Kaffee Feng Li Su: Die unwiderstehliche Fusion aus Taiwan und Kaffeekunst
Stell dir den Duft von frisch gebackenem, buttrigem Mürbeteig vor, der sich mit dem intensiven Aroma von geröstetem Espresso und der exotischen Süße sonnengereifter Ananas vermischt. Genau dieses Erlebnis erwartet dich mit diesem Rezept für Kaffee Feng Li Su. Als ich das erste Mal nach Taiwan reiste, verliebte ich mich sofort in die kleinen, rechteckigen Gebäckstücke, die dort an jeder Ecke als Zeichen der Gastfreundschaft angeboten werden. Die traditionellen Feng Li Su sind eine Offenbarung – außen zart und mürbe, innen eine dichte, süß-säuerliche Ananasfüllung. Doch als Kaffee-Enthusiast fragte ich mich: Wie kann man dieses Meisterwerk noch verfeinern? Die Antwort lag auf der Hand: mit einem kräftigen Espresso-Kick.
Dieses Rezept für Taiwanische Kaffee-Ananas-Törtchen (Feng Li Su mit Kaffee-Note) ist das Ergebnis langer Experimente und meine persönliche Hommage an zwei meiner größten Leidenschaften. Die herben, komplexen Noten des Kaffees schneiden durch die Süße der Ananas und heben die fruchtigen Aromen auf ein völlig neues Level. Der buttrige Teig wird durch das Espressopulver nicht nur geschmacklich, sondern auch farblich zu einem Highlight. Dieses Gebäck ist mehr als nur ein Keks zum Kaffee; es ist eine Einladung, innezuhalten und einen Moment puren Genusses zu zelebrieren. Es eignet sich perfekt, um Gäste bei einem besonderen Kaffeeklatsch zu beeindrucken, als exquisites, selbstgemachtes Geschenk oder um deine Meal-Prep-Routine mit einem Hauch Luxus zu versehen.
Die Reise des Ananastörtchens: Geschichte und Herkunft
Feng Li Su (鳳梨酥) sind tief in der taiwanesischen Kultur verwurzelt und gelten als eines der bekanntesten kulinarischen Aushängeschilder des Landes. Ihr Ursprung lässt sich bis in die Zeit der japanischen Herrschaft über Taiwan zurückverfolgen, als die Ananasindustrie florierte. Ursprünglich wurde die Ananas hauptsächlich in Dosen exportiert. Um die Überschussproduktion zu nutzen, begannen findige Bäcker, die fruchtige Füllung in einem Teigmantel zu verpacken. In der Hokkien-Sprache, einem in Taiwan verbreiteten Dialekt, klingt „Ananas“ (ong lai) sehr ähnlich wie eine Phrase, die „Wohlstand und Glück mögen kommen“ bedeutet. Aus diesem Grund wurden die Törtchen schnell zu einem beliebten Geschenk für Hochzeiten, das chinesische Neujahr und andere festliche Anlässe – ein essbarer Glücksbringer. Heute gibt es unzählige Bäckereien, die um das beste Feng Li Su wetteifern, und die kleinen Törtchen sind ein unverzichtbares Mitbringsel für jeden Taiwan-Besucher.
Zutaten im Detail: Das Geheimnis des Geschmacks
Die Magie dieser Törtchen liegt in der Qualität und dem Zusammenspiel weniger, aber entscheidender Zutaten. Hier erfährst du, worauf du achten solltest, um das beste Ergebnis zu erzielen.
Die Ananas: Das fruchtige Herzstück
Für die Füllung ist eine frische, reife Ananas die erste Wahl. Ihr Geschmack ist komplexer und lebendiger als der von Dosenananas. Achte beim Kauf auf eine goldgelbe Schale, einen süßen Duft am Strunk und Blätter, die sich leicht herauszupfen lassen. Die Sorte „Golden Ripe“ oder „MD2“ eignet sich hervorragend, da sie ein gutes Gleichgewicht zwischen Süße und Säure aufweist. Solltest du keine frische Ananas bekommen, kannst du notfalls auf Ananasstücke aus der Dose (im eigenen Saft, nicht in Sirup) zurückgreifen. Lasse diese extrem gut abtropfen, bevor du sie weiterverarbeitest.
Der Kaffee-Mürbeteig: Butter, Mehl und Espresso
Der Teig ist das Fundament. Seine Textur muss mürbe und zart sein, fast sandig, damit er auf der Zunge zergeht. Das erreichst du durch folgende Komponenten:
- Butter: Verwende hochwertige, kalte Butter. Ihr Fettgehalt sorgt für den Geschmack und die mürbe Konsistenz. Irische oder europäische Marken mit einem Fettgehalt von über 82 % sind ideal.
- Milchpulver: Dies ist eine Geheimzutat in vielen asiatischen Backrezepten. Es entzieht dem Teig etwas Feuchtigkeit, macht ihn zarter und verleiht ihm einen dezenten, milchigen Geschmack, der wunderbar mit der Butter harmoniert.
- Instant-Espressopulver: Für den intensiven Kaffee-Kick ist ein feines Instant-Espressopulver die beste Wahl. Es löst sich vollständig im Teig auf, ohne die Konsistenz zu verändern, und sorgt für eine gleichmäßige Geschmacksverteilung und eine schöne, gesprenkelte Optik. Flüssiger Espresso würde den Teig zu feucht machen. Wähle eine Sorte mit kräftigem Röstprofil.
Die Süße und Bindung: Zucker und Maltose
Für die Füllung verwenden wir neben normalem Zucker auch Maltose. Dieser dicke, klebrige Sirup aus Gerstenmalz ist in Asiamärkten erhältlich. Er hat eine geringere Süßkraft als Zucker, verhindert aber das Auskristallisieren der Füllung und verleiht ihr eine herrlich zähe, fast konfektartige Konsistenz, die beim Abkühlen fest wird. Wenn du keine Maltose findest, kannst du sie durch Glukosesirup oder notfalls durch hellen Maissirup oder Honig ersetzen, was jedoch den Geschmack leicht verändert.
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